RefugiumRefugiumRefugium

Wolfgang Jeske - Refugium, Ernst-Ehrlicher-Park Hildesheim 2020, 180 x 90 cm je Skulptur, Holz, Aluminium, LEDs © VG-Bildkunst, Bonn courtesy of EVI LICHTUNGEN, Photographer Sara Foerster

Arbeit

Refugium


Ein fragiles Ensemble von Lichthäusern ist im Ernst–Ehrlicher-Park über einen Teich gespannt. Die alten Bäume am Ufer tragen mühelos die aus Holz und hellem Stoff gefertigten Konstruktionen. Ein Dorf aus Licht scheint über dem Teich zu schweben; im Wasserspiegel verdoppelt sich das Bild zu einer lichten Symmetrie in der abendlichen Parklandschaft. Das Urbild des Hauses als Schutzraum und temporäre Herberge für unsere Gedanken, Gefühle und Hoffnungen.



Künstler_in

Wolfgang Jeske


Wolfgang Jeske (*1959) ist ein in Hannover lebender Installationskünstler und Bildhauer. Er arbeitet mit Wortdeutungen und Sinnbildern, aber auch mit profanen Baumaterialien und Konsumgütern. Wolfgang Jeske hat sich auf temporäre Interventionen im öffentlichen Raum und "Landart" spezialisiert. Er hat u.a. Arbeiten auf dem Ätna in Sizilien, auf der Isle of Skye und in Poznan gezeigt, wie auch in der Region Hannover.


Webseite


Ort

Ernst Ehrlicher-Park


Der Ernst Ehrlicher Park ist eine öffentlich Parkfläche, die zwischen der Wallanalge hinter der Kirche St. Godehard liegt und übergeht in das sogenannte Erholungsgebiet an der Innerste dem angrenzenden Hohnsensee. Im Park findet sich ein alter Baumbestand und mehrere Teiche, so dass er als Stadtnaher Rückzugsort gerne genutzt wird. Geschichtlich war der Park der Garten des Klosters St. Godehard (erstmals erwähnt 1146). Die Mönche legten die Teiche als Fischteiche an und bauten sogar Wein an. 1461 wurde der nördliche Teil gemeinsam von der Alt- und Neustadt Hildesheim zum Stadtgraben vor dem neuen Wall erweitert. im 19. Jh. wurde der Park einer Kaufmannsfamilie erst in Erbpacht später zum Kauf überlassen und 1917 von der Stadt als Stadtpark übernommen und war ab 1927 für alle zugänglich.



Stadtgeflüster

Christian Kock war Teil des Organisationsteams der Hildesheimer Wallungen 2019. Er erzählt, wie Hildesheim zum Zuhause geworden ist und welche versteckten Orte dazu beigetragen haben.