A Circular WanderingA Circular WanderingA Circular Wandering

Nathalie Junod Ponsard - A Circular Wandering, Landgericht Hildesheim 2020, site-specific installation with LED projectors © EVI LICHTUNGEN Photographer Sara Foerster

Arbeit

A Circular Wandering


Für EVI LICHTUNGEN entwickelte Nathalie Junod Ponsard eine ortsbezogene Installation, die die brutalistische zweischichtige Fassade des Landgerichtes transformiert. Mit einer Kombination aus programmierten Farbverläufen und Schattenspielen entstehen vor Ort Dialoge aus Kontinuität und Zwischenraum, Plastizität und Immaterialität, Bewusstsein und Unbewusstsein. Gut sichtbar für die Autofahrer_innen, die von Norden oder Osten nach Hildesheim kommen, wird das Landgericht als mehrfarbig erleuchtetes Portal für die EVI LICHTUNGEN an einem der Hauptverkehrsknotenpunkte der Stadt in Erscheinung treten.



Künstler_in

Nathalie Junod Ponsard


Nathalie Junod Ponsard (*1961) ist eine französische Multimediakünstlerin, die sich auf großformatige Lichtinstallationen spezialisiert hat. Mit chromatischen Farbverläufen modifiziert sie ganze Gebäude und macht diese komplett neuartig wahrnehmbar. Sie realisiert sowohl temporäre Interventionen als auch permanente öffentliche Arbeiten auf der ganzen Welt - im Centre Pompidou in Paris, in der Bauhaus Stiftung in Dessau, im Oural Museum in Russland, im Luxelake Art Center in China und vielen mehr. 


Webseite


Ort

Landgericht


An der Stelle des heutigen Justizzentrums war früher das Gelände der Polizei und der Polizeischule Hildesheim. Auf dem Gelände des heutigen Amtsgerichts war der Sportplatz des Polizeisportvereins, wo heute das Hochhaus und der Saaltrakt stehen, befanden sich Gebäude der Polizei. Das Gebäude des Amtsgerichts war bereits im Jahr 1969 fertiggestellt und ist seitdem in Nutzung.

Anschließend begannen die Planungen für das Hochhaus für die Staatsanwaltschaft und das Landgericht. Zunächst sollte das Gebäude 12 statt wie schließlich gebaut 10 Stockwerke umfassen. Aufgrund der damaligen räumlichen Erfordernisse genehmigte die Landesregierung lediglich 10 Etagen. Der Umzug der Gerichte war aus Platzgründen dringend erforderlich, worauf in der Planungsphase immer wieder hingewiesen wurde. Das Landgericht hatte zuvor seinen Sitz am Domhof im heutigen Gebäude des bischöflichen Generalvikariats. Das Amtsgericht befand sich in den Räumen der heutigen Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege am Godehardsplatz neben der JVA.

Nach dem Umzug der Polizei in die Schützenwiese im April 1969 und dem Abriss der Polizeigebäude wurde im Jahr 1970 mit dem Bau des Hochhauses und des Saaltraktes begonnen. Im April 1973 war das Hochhaus schließlich bezugsfertig und wurde nach und nach vollständig bezogen. Dabei wurden von Beginn an bis zum heutigen Tag das Erdgeschoss bis zur sechsten Etage vom Landgericht genutzt, die siebte bis zehnte Etage wurden der Staatsanwaltschaft zugewiesen.



Stadtgeflüster

Ulrich Pohl war bis 2013 Strafrichter am Landgericht Hildesheim. Er erzählt von dunklen und lichten Momenten im Gericht.