beLichtungen

Kehrwiederturm Hildesheim, Foto: Kunstverein Hildesheim




Arbeit

beLichtungen


Der Film hat sein Ursprungsmedium - die Fotografie - in etlichen Spielfilmen intensiv beleuchtet. Fotografenpersönlichkeiten, fotografische Bilder oder fotografische Handlungen werden im Spielfilm immer wieder Thema der filmischen Erzählung.
In der Ausstellung wird die Fotografie im Spielfilm neu belichtet. In installativen und videografischen Arbeiten werden filmische Versatzstücke aus ihren ursprünglichen Kontexten gelöst, gesammelt, neu organisiert, verdichtet, kombiniert und in experimentelle Formate überführt. Durch das Neuarrangieren und Kompilieren werden Bilder in neue Zusammenhänge gestellt. So kann etwas Neues, Drittes entstehen.
Die Arbeit wird kuratiert von Dr. Torsten Scheid.



Künstler_in

Frederik Preuschoft | c/o Kunstverein Hildesheim


Frederik Preuschoft studiert an der Universität Hildesheim den Master Inszenierung der Künste und der Medien. Während seines Studiums beschäftigt er sich mit den wechselseitigen Bezügen zwischen Film, Fotografie und Bildender Kunst. Dabei interessiert ihn insbesondere die Auseinandersetzung mit bereits bestehendem Bildmaterial (found footage), den unterschiedlichen Verwendungsweisen des Umgangs mit diesem Material, seiner Zusammensetzung, und der Art seiner Aneignung und Umdeutung. Die Ausstellung „beLichtungen“ ist Teil seiner Masterarbeit.




Ort

Kunstverein im Kehrwiederturm


Der Kehrwiederturm in der Hildesheimer Keßlerstraße ist der letzte erhaltene von ursprünglich vier Türmen der Hildesheimer Stadtbefestigung. Der aus Bruchsteinen erbaute Wehrturm hieß zunächst Honser Tor nach dem in der Nähe gelegenen Dorf Hohnsen. Der Sage nach verdankt er seinen jetzigen Namen dem Umstand, dass der Klang seines Geläuts einem adligen Fräulein, welches sich im angrenzenden Wald verirrt hatte, den Heimweg zeigte. Zu dem Zweck, den Bürger_innen, die sich außerhalb der Mauern aufhielten, heimzuläuten, war der Turm tatsächlich mit einer Glocke ausgestattet, die später in die nahe Lambertikirche überführt wurde. Der Name kann jedoch auch von der fast rechtwinkligen Kehre des Walls unterhalb des Turms abgeleitet werden. Über das Datum der Errichtung gibt es widersprüchliche Angaben. Teilweise wird das Jahr 1456 genannt, nach anderen Quellen wurde er um 1300 erbaut. Für den 30 m hohen Befestigungsturm bürgerte sich etwa ab 1600 der Name „Kehrwiederturm“ ein. Der Turm wurde zuletzt im Jahre 1982 renoviert und wird seitdem vom Kunstverein Hildesheim als Domizil und für Ausstellungen genutzt.

Kunstverein Hildesheim, Am Kehrwieder 2, 31134 Hildesheim
https://www.kunstverein-hildesheim.de



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